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Einführung der Todesstrafe für Menschen mit homosexueller Lebensweise geplant PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Andreas Klamm Sabaot, Journalist   
Dienstag, den 02. März 2010 um 18:16 Uhr

Kir­chen-Füh­re­rInnen, Ho­mo­se­xu­elle In­ter­es­sens-Gruppen Bür­ger­rechts- und Men­schen­rechte-Ak­ti­visten ver­su­chen ver­eint für das un­ein­ge­schränkte Recht auf Leben aller Men­schen zu wirken

New York / London. 2. März 2010. In Uganda ist nach In­for­ma­tionen der in­ter­na­tio­nalen So­li­da­ri­täts-Be­we­gung AVAAZ.org (www.avaaz.org ) die Ein­füh­rung der To­dess­trafe für Männer und Frauen ge­plant, die die ho­mo­se­xu­elle Le­bens­weise prak­ti­zieren. Mehr als eine halbe Mil­lion Men­schen aus aller Welt haben in einer öf­fent­li­chen Pe­ti­tion be­reits gegen die ge­plante Ein­füh­rung der neuen Ge­setze und den Vollzug der To­dess­trafe un­ter­schrieben. Nach In­for­ma­tionen eines Spre­chers von Avaaz.org ge­nügt al­ler­dings die An­zahl der Pe­danten, die sich gegen eine Ein­füh­rung der To­dess­trafe en­ga­gieren, noch nicht.

Ähn­lich wie in Deutsch­land über die Er­hö­hung oder auch Kür­zungen der So­zial-Leis­tungen für Men­schen in schwerer Not, seien in Uganda hef­tige De­batten über das Ge­setz ent­brannt, das Men­schen, Frauen und Männer, die die ho­mo­se­xu­elle Le­bens­weise prak­ti­zieren mit dem Tod zu be­strafen plant. In dem neuen Ge­setz ist auch ge­plant die Freun­dinnen und Freunde der Men­schen, die eine ho­mo­se­xu­elle Le­bens­weise prak­ti­zieren in Ge­fäng­nissen zu in­haf­tieren und mit­tels To­dess­trafe hin­zu­richten.

Man könne es nicht zu­lassen, dass Ex­tre­misten die Stimme der Ver­nunft und Zun­kunft über­tönen, er­gänzte ein Avaaz-Spre­cher. Die Or­ga­ni­sa­tion will Men­schen, die jetzt mit der To­dess­trafe be­droht werden mit­tels Pe­ti­tion, Um­fragen und An­zeigen-Kam­pa­gnen helfen. In rund zwei Wo­chen haben eine halbe Mil­lion Men­schen welt­weit eine Pe­ti­tion mit­ge­zeichnet, die gegen die To­dess­trafe und für das Leben aller Men­schen ge­richtet ist.

Ein Avaaz-Spre­cher in­for­mierte: „Das ist eine au­ßer­ge­wöhn­liche Re­ak­tion gegen dieses schreck­liche Ge­setz – aber wir be­nö­tigen noch mehr Un­ter­schriften. Die Ex­tre­misten ver­stärken ihre Rhe­torik – ho­mo­phobe Ak­ti­visten peit­schen die Wut auf, indem sie schau­der­hafte My­then ver­breiten. Aber nur we­nige kennen die harten De­tails dieser dra­ko­ni­schen Ge­setzes-Vor­lage. Und es wurde keine Mei­nungs-Um­frage durch­ge­führt, um fest­zu­stellen, ob die ugan­di­sche Be­völ­ke­rung der­ar­tige Massen-Exe­ku­tionen un­ter­stützen würde.“

Die uga­ni­sche Wi­der­stands-Be­we­gung sei von der glo­balen So­li­da­rität elek­tri­siert. Doch es fehle an den Mit­teln, die Men­schen im Land über die töd­li­chen Ge­fahren der Men­schen-ver­ach­tenden Ge­setze zu in­for­mieren.

Avaaz.org hofft mit Un­ter­stüt­zern und Un­ter­stüt­ze­rinnen auch Radio-Spots, Fernseh-Spots, Zei­tungs-An­noucen und Plakat-Kam­pa­gnen starten zu können. Es gelte auch in Uganda Mil­lionen von Men­schen die Wahr­heit über die neuen Todes-Strafe-Ge­setze und über die all­ge­meinen Men­schen­rechte zu ver­mit­teln.

Ho­mo­phobie sei in Uganda, wie auch in Deutsch­land und in vielen an­deren Teilen der Welt weit ver­breitet. Es gelte den Glauben an die all­ge­meinen Men­schen-Rechte und mensch­liche Grund­rechte, auch das un­ein­ge­schränkte Recht auf Leben aller Men­schen, zu ver­tei­digen.

Die ge­plante Ein­füh­rung der To­dess­trafe gegen Men­schen, die die ho­mo­se­xu­elle Le­ben­weise prak­ti­zieren und deren Freunde und Freun­dinnen, werde bei AVAAZ.org als ein „starker An­griff gegen die uni­ver­sell und all­ge­mein gül­tigen Men­schen­rechte ge­wertet.“

In Uganda seien Men­schen im fun­da­men­talen Glauben, dass „jedes Leben den glei­chen Wert hat, un­ab­hängig von Na­tio­na­lität, Glauben und se­xu­eller Aus­rich­tung ge­tragen und dies bilde auch die Grund­lage des Wi­der­standes gegen die Ge­setzes-Vor­lage zur Ein­füh­rung der To­dess­trafe. Die Pe­ti­tion werde in den kom­menden Tage dem Par­la­ments-Spre­cher in Uganda vor­ge­legt.

Das En­ga­ge­ment für das un­ein­ge­schränkte RECHT auf LEBEN aller Men­schen ver­eine Kir­chen-Führer, Gruppen ho­mo­se­xu­eller Men­schen, Bürger-Rechte-Ak­ti­visten und Men­schen­rechte-Ak­ti­visten glei­cher­maßen im En­ga­ge­ment für Ge­rech­tig­keit und Men­schen­rechte, teilten Ben, Alice, David, Paula, Ben­jamin und Ri­cken (* die Nach­namen der Spre­cher und Spre­che­rinnen wurden aus Si­cher­heits­gründen nicht ver­öf­fent­licht von Avaaz.org) mit.

Aus­führ­liche und wei­tere In­for­ma­tionen über die ge­plante Ein­füh­rung der To­dess­trafe in Uganda:

https://se­cure.avaaz.org/de/ugandan_voices/?vl
https://se­cure.avaaz.org/de/ugandan_voices/?vl
BBC, Bri­tish Broad­cas­ting Co­ope­ra­tion, Eng­land, United Kingdom:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/af­rica/8542341.stm
http://www.avaaz.org/death-law
http://www.avaaz.org / AVAAZ.org, in­ter­na­tional Be­we­gung für So­li­da­rität

 

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. März 2010 um 08:37 Uhr
 

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