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verdi fordert: Frauen-Diskriminierung am Arbeitsmarkt beenden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: 3mnewswire.org, Redaktion   
Dienstag, den 09. März 2010 um 04:38 Uhr

Berlin. 8. März 2010 (red). Die Ver­einte Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft ver.di for­dert die Be­en­di­gung der Dis­kri­mi­nie­rung von Frauen am Ar­beits­markt in Deutsch­land.

“Auch wenn es ver­ein­zelt Fort­schritte gibt: Der Nach­hol­be­darf für Frauen bleibt enorm”, sagte die stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende der Ver­einten Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di), Margret Mönig-Raane, an­läss­lich des In­ter­na­tio­nalen Welt­frau­en­tages. So würden Frauen in Deutsch­land durch­schnitt­lich 23 Pro­zent we­niger ver­dienen als Männer.

Dies gelte ganz be­son­ders im Be­reich per­so­nen­be­zo­gener Dienst­leis­tungen, wo über­wie­gend Frauen be­schäf­tigt seien, häufig in Teil­zeit oder zu sehr nied­rigen Löhnen. Ein wei­terer Grund für den Lohn­un­ter­schied sei aber sch­licht Dis­kri­mi­nie­rung.

In den Vor­ständen und Auf­sichts­räten von Deutsch­lands Top-Un­ter­nehmen seien Frauen immer noch kaum ver­treten. Le­dig­lich 2,5 Pro­zent aller Vor­stands­mit­glieder der 200 größten Wirt­schafts­un­ter­nehmen seien weib­lich.

Neben der Be­sei­ti­gung dieser Be­nach­tei­li­gungen und Schief­lagen müsse auch die Ar­beits­markt­po­litik mehr für Frauen tun. Frauen würden auf­grund ihrer fa­mi­li­ären Si­tua­tion viel­fach vom Ar­beits­markt ver­drängt oder müssten als Mit­glied einer so ge­nannten Be­darfs­ge­mein­schaft zu Ar­muts­löhnen ar­beiten. Ein Wi­der­spruch er­gebe sich daraus, dass in einer Be­darfs­ge­mein­schaft der eine für den an­deren un­ein­ge­schränkt ein­stehen müsse, wäh­rend das neue Un­ter­halts­recht den Frauen au­fer­lege, für sich selbst zu sorgen.

ver.di for­dere daher von der Bun­des­re­gie­rung die Ab­schaf­fung der Be­darfs­ge­mein­schaft. Die An­rech­nung von Part­ne­rein­kommen müsse ganz ent­fallen.

Mönig-Raane mahnte dar­über hinaus Kor­rek­turen in der För­der­po­litik an: “An der Schnitt­stelle zwi­schen Hartz IV und Ar­beits­för­de­rung wird über die Zu­kunfts­chancen von Mil­lionen Frauen und ihrer Kinder ent­schieden. Es geht nicht an, dass Frauen viel we­niger von er­folg­rei­chen För­der­in­stru­menten pro­fi­tieren können, gleich­zeitig aber im Hartz IV-System als Ar­beits­kräfte ohne Per­spek­tive auf eine so­zial ab­ge­si­cherte Be­schäf­ti­gung zwangs­ver­pflichtet werden”, kri­ti­sierte Mönig-Raane.

Die Bun­des­re­gie­rung müsse dafür sorgen, dass ge­rade Ar­beit­su­chende, die wegen der An­rech­nung des Part­ne­rein­kom­mens keine Geld­leis­tungen er­halten oder die wegen der Be­treuung von Kin­dern oder der Pflege von An­ge­hö­rigen der Ver­mitt­lung nur ein­ge­schränkt zur Ver­fü­gung stehen, in vollem Um­fang be­ruf­lich ge­för­dert würden.

 

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. März 2010 um 08:43 Uhr
 

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