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Frauen und Kinder zum Welt-Frauen-Tag „geschlachtet“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Andreas Klamm Sabaot, Journalist   
Dienstag, den 09. März 2010 um 04:45 Uhr

Krieg der Re­li­gionen: Über­le­bende be­richten mos­le­mi­sche Ex­tre­misten seien für die Taten ver­ant­wort­lich

Lagos / Ni­geria. 8. März 2010. Bis zu 200 Men­schen, an­dere Quellen spre­chen be­reits von bis zu 500 Men­schen, Frauen und Kinder wurden zum Welt-Frauen-Tag in christ­li­chen Dör­fern in der Re­gional-Haupt­stadt Jos in Ni­geria mög­li­cher­weise von mos­le­mi­schen Ex­tre­misten mit Ma­cheten und Mes­sern „ab­ge­schlachtet“ be­richten Über­le­bende, Zeugen und Re­porter aus Ni­geria.

Ein­wohner der Stadt Dogo Nahawa in­for­mierten dar­über, dass nicht iden­ti­fi­zierte be­waff­nete Mi­lizen die Städte um­stellten, stürmten und be­reits am Sonntag die Men­schen mit Schüssen in die Luft aus den Häu­sern trieben, die an­ge­zündet wurden. Die Kinder, Frauen und Män­nern seien dann von den Tä­tern mit Ma­cheten und Mes­sern an­ge­ge­riffen und „ge­schlachtet“ worden.

Bei den Massen-Morden wurden nach Zeugen-Be­richten auch viele Kinder und Frauen ge­tötet. Ein Re­porter be­rich­tete von der Hin­rich­tung eines 4-Tage jungen Baby´s.

Ein Re­porter von Voice of Ame­rica (VOA) sagte be­reits zuvor, er habe im Süden der Stadt Jos min­des­tens 100 tote Men­schen ge­zählt. Die Häuser der Men­schen christ­li­chen Glau­bens wurden nie­der­ge­brannt. Be­reits vor ei­niger Zeit kam es zu Ge­waltakten in ähn­li­cher Weise in den Städten Ratsat und Zot.

Der am­tie­rende Prä­si­dent Jo­na­than Good­luck ver­setzte die Si­cher­heits-Kräfte in Pla­teau Stadt in er­höhte Alarm­be­reit­schaft. Die Si­cher­heits-Kräfte und das Mi­litär hätten je­doch nicht in das Ge­schehen ein­ge­griffen, be­richten Zeugen. Den­noch wolle man die wei­tere Aus­brei­tung von Ge­walt ver­hin­dern, ließ die Re­gie­rung in einer Er­klä­rung mit­teilen.

Die Massen-Morde von Sonntag und Montag seien ein Zei­chen für die re­li­giöse Ge­walt in einer Re­gion, die einst als be­liebste Reise-Ziel für Tou­risten in Ni­gera be­kannt war.

Mehr als 300 Men­schen starben be­reit im Ja­nuar bei Kämpfen zwi­schen Men­schen mos­le­mi­schen Glau­bens und christ­li­chen Glau­bens. In re­li­gi­ösen Kämpfen wurden im Jahr 2001 mehr als 1.000 Men­schen, im Jahr 2004 bis zu 700 Men­schen und im Jahr 2008 in re­li­gi­ösen Kämpfen zwi­schen ver­fein­deten Mos­lems und Christen 200 Men­schen ge­tötet.

Ein Leiter der mos­le­mi­schen Ge­meinde machte zum Vor­wurf, dass diese frisch ver­brannte Schweine-Köpfe in einer Mo­schee ge­funden hätten wäh­rend der Kämpfe im Ja­nuar. Die Wände der Mo­schee seien mit Schweine-Blut be­malt worden. Da­gegen be­fürchten Leiter christ­li­cher Ein­rich­tungen man wolle mit den Akten der Ge­walt Is­la­mi­sches Recht in der Re­gion ein­führen.

Die Stadt Jos be­findet sich im mitt­leren „Gürtel“ von Ni­geria, in dem zahl­reiche eth­ni­sche Gruppen unter in­sta­bilen Be­din­gungen im Land leben. Der Norden des Landes wird über­wie­gend von mos­le­mi­schen Gläu­bigen be­herrscht, wäh­rend im Süden des Landes eine Mehr­heit von christ­li­chen Gläu­bigen be­steht.

Nach den Massen-Morden vom Wo­chen­ende war zu­nächst nicht si­cher wer für das „Ab­schlachten“ von Kin­dern, Frauen, Ba­bies und Männer ver­ant­wort­lich war. Ein Re­porter der Nach­richten-Agentur As­so­ciated Press be­ri­chete davon, dass über­le­bende Men­schen die An­greifer als „Hausa“ und „Fu­lani“ be­schrieben haben sollen – das be­deutet in der lo­kalen Landes-Sprache, dass es sich um mos­le­mi­sche Täter ge­han­delt haben könnte. Be­ob­achter be­fürchten wei­tere Aus­schrei­tungen der Ge­walt. Meh­rere Hun­dert Men­schen seien auf der Flucht.

 

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. März 2010 um 08:42 Uhr
 

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